Berlin - Eine der größten Berliner Berufsschulen muss für mehrere Tage schließen, weil durch ein defektes Rohr viel Wasser in die Lüftungsanlage gekommen ist. Da deshalb Keimgefahr bestehe, werden  nun  die größten Schäden beseitigt werden. Das Oberstufenzentrum Handel I in der Kreuzberger Wrangelstraße bleibt  deshalb bis einschließlich Montag geschlossen. Gut 5 000 Schüler lernen dort.

Seit der Havarie vor gut drei Wochen sind bereits alle Fachräume für Naturwissenschaften, sämtliche innenliegenden Unterrichtsräume mit Zugluftabhängigkeit,  alle Sanitäranlagen im weitläufigen Neubau gesperrt. Das sind 80 Prozent  aller Schülertoiletten. Auch der Mensabetrieb ist eingeschränkt. Der 70er-Jahre-Neubau verfügt über ein weitverzweigtes Belüftungssystem und viele fensterlose Räume.

Hier besteht nun die Gefahr, dass durch die Havarie feuchte und verkeimte Atemluft den Anwesenden schaden könnte. Insgesamt scheint es ein weiterer Fall von Sanierungsstau an Berliner Schulen zu sein, unter dem nun  abermals Schüler und Lehrer zu leiden haben. Das  Schulgebäude wird zentral verwaltet und von der Berliner Immobilienmanagement GmbH betrieben, die die Reparaturen ausführt.