Nach der Überflutung der Berliner Karl-Marx-Allee wird jetzt das gebrochene Wasserrohr ausgewechselt. Autofahrer müssten sich auf die Sperrung der Linksabbiegerspuren stadtein- und stadtauswärts für rund eine Woche einstellen, sagte eine Sprecherin der Wasserbetriebe am Montag. Wassermassen waren in der Nacht zum Sonntag aus der geborstenen Leitung auf die Straße in Friedrichshain geflossen. Ob Teile unterspült wurde, werde noch geprüft, hieß es.

Grund der Havarie könnte laut Wasserbetrieben das Alter der Rohre sein. Grauguss werde heute nicht mehr eingesetzt. Es sei nicht elastisch und gebe etwa bei Erschütterungen durch den Verkehr nicht nach. Ein neues Wasserrohr aus Edelstahl werde eingebaut.

Stunden ohne Wasser

In Marzahn-Hellersdorf und Hohenschönhausens waren am Samstag mehrere tausend Haushalte über mehrere Stunden ohne Wasser. Aus einem Loch in einem ebenfalls alten Grauguss-Rohr aus dem Jahr 1930 war im Ortsteil Karow Wasser geströmt. Das führte zu einem starken Druckabfall, Wasser konnte nicht in die oberen Stockwerke von Mietshäusern gepumpt werden. Die Haushalte werden jetzt über eine andere Leitung versorgt. (dpa)