Günther Krabbenhöft feierte seinen 75 Geburtstag in der Chocolateria am Heinrichplatz.<br>
Günther Krabbenhöft feierte seinen 75 Geburtstag in der Chocolateria am Heinrichplatz.
Foto: Berliner Zeitung/Christian Schulz

Berlin - Nicht feiern war keine Option. Schließlich wird man nur einmal 75 Jahre alt – wenn überhaupt! Günther Krabbenhöft, laut Cosmopolitan der „fashionable Grandpa“ von Berlin, immer wieder auch als „Hipster-Rentner“ oder „Berlins coolster Opa“ bezeichnet, gehört nicht zu denen, die vor der Pandemie die Augen verschließen, wenn ein Jubiläum ansteht. Als sein 75. am Sonnabend immer näher rückte, verschickte er eine Einladung per WhatsApp, in der er seine Freunde wissen ließ, dass er das Dreivierteljahrhundert eigentlich „noch mal so richtig feiern“ wollte. Und sich angesichts der Umstände für einen Geburtstag „in stark abgespeckter Form“ entschieden hat.

Er wartete also vor der Chocolateria Sünde (Wahlspruch: „Schokolade ist Gottes Antwort auf Broccoli“) seiner Freundin Naciye Stein in der Oranienstraße in Kreuzberg auf die Freunde, die er schon so lange vermisst: „Ich habe Euch alle schon seit Monaten nicht gesehen und man weiß ja nicht, welche Geschichten das Leben sonst noch so vorrätig hält.“ Der Jubilar hatte nicht zu einer bestimmten Zeit sondern für einen Zeitraum von einigen Stunden eingeladen, in denen jeder kommen und gehen konnte, wann er wollte. Statt einer Party war also ein Geburtstagsdefilee angesagt. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir an der frischen Luft die gemeinen Kreuzberg-Bewohner in freier Wildbahn beobachten.“ Das Wetter spielte mit.

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