Auf den ersten Blick scheint es, als hätten sich in diesem Wohnzimmer ein paar Freundinnen getroffen: In dem großen Raum mit Sitzgarnitur, Teppich, flimmerndem Fernseher und Küche ist es gemütlich, einige Frauen sitzen, andere stehen, in der Kochnische schmort das Mittaggemüse. Alle reden auf Türkisch durcheinander und die Welt scheint in Ordnung. Doch der Eindruck täuscht.

Die älteren Frauen sind nicht gesund, zwei von ihnen blicken ins Leere, eine junge Frau massiert einer von ihnen die Füße. Die Helferin trägt Kopftuch, wie andere Frauen hier auch. Hier, in dem gemütlichen Raum, sind gerade Patientinnen und Betreuerinnen einer Demenz-Wohngemeinschaft zusammen. Acht Frauen und zehn Männer leben in dem Haus im Norden Spandaus. Die Männer sind auf ihren Zimmern.

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