Gegen die Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels haben am Freitag rund 1200 Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin protestiert. Die Kundgebung in der Nähe der US-Botschaft, bei der zahlreiche Palästinenser-Flaggen geschwenkt wurden, sei ohne größere Störungen verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Zwei israelische Flaggen seien bei dem Protest verbrannt worden.

Die Stimmung war aufgeheizt. Viele Menschen riefen: „Allahu Akhbar“ (Gott ist der Größte) und „Allah liebt seine Märtyrer“. Auch judenfeindliche Parolen wurden skandiert. Es gab mehrere Festnahmen, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot. Ein Wasserwerfer stand bereit, wurde aber noch nicht eingesetzt.

Die Polizei sei in der Spitze mit 450 Beamten vor Ort gewesen, heißt es von den Beamten. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die USA ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollten. (kop/dpa)