Ein Demonstrant meditiert vor der Volksbühne.
Foto: camcop media/Andreas Klug

BerlinRund 1000 Demonstranten protestierten am Samstag auf dem Rosa-Luxemburg-Platz gegen die Corona-Kontaktsperre der Bundesregierung. Die „Hygiene-Demo“ war von der Polizei nicht genehmigt. Die Demo war von einer Querfront von rechtsextrem bis linksextrem organisiert worden. Unter anderen anwesend war der frühere rbb-Moderator Ken Jebsen. TV-Bilder des Tagesspiegel zeigten den heutigen Betreiber von KenFM auf einer Mauer sitzend in Meditations-Pose. Die Teilnehmer skandierten mehrmals in Anlehnung an die islamfeindlichen Pegida-Demos "Wir sind das Volk"-Rufe. 

Verkleidete Demonstranten in NVA-Uniform, Mumienkostüm oder IS-Kampfmontur versammelten sich gegen 15 Uhr vor der Volksbühne. Nachdem es bei der letzten Demo zu Konflikten mit der Polizei gekommen war, setzten die Organisatoren auf einen Meditationsprotest. Teilnehmer hatten Decken dabei, hockten sich unter den Augen der Polizei auf den Boden.

Einige Hundert Demonstranten mussten vor Absperrgittern warten. Sie standen teils dicht an dicht. Die Polizei forderte diese Leute auf, den Ort zu verlassen, weil die Versammlung nicht genehmigt sei. Über Lautsprecher wurden die Demonstranten zudem aufgerufen, genug Abstand zu bewahren. Die Polizei, die mit knapp 200 Beamten im Einsatz war, nahm einige Demonstranten fest. Die Volksbühne hatte sich schon im Vorfeld ausdrücklich von der Demo distanziert.