Demonstranten mit Spruchbanner auf der „Querdenken 711“- Demo am vergangenen Wochenende in Köln.
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BerlinAm kommenden Sonnabend soll es in Berlin eine Großdemonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen geben. Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ mobilisiert zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto „Tag der Freiheit – Das Ende der Pandemie“. Nach Angaben einer Polizeisprecherin haben die Veranstalter 10.000 Teilnehmer angemeldet. 

Ab 10.30 Uhr wollen die Demonstranten von der Straße Unter den Linden aus durch die Innenstadt ziehen. Ab 14.30 Uhr soll es eine Kundgebung auf der Straße des 17. Juni geben. Auch die Initiative „Nicht ohne uns“ ruft zu der Demo auf. Sie hatte in den vergangenen Monaten als links-rechte Querfront die sogenannten Hygiene-Demonstrationen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte veranstaltet.

Weil sich an den Corona-Demos in Stuttgart und Berlin neben Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern auch Rechtsextremisten beteiligt hatten, haben mehrere Initiativen Gegenproteste angemeldet. Am Brandenburger Tor ist von 10.30 bis 17.30 Uhr eine Kundgebung angemeldet unter dem Motto „Gegen Rassismus und Antisemitismus – Kein Fußbreit den Verschwörungstheoretikern“. Laut Polizei erwarten die Veranstalter 500 Teilnehmer.

Etwa zur gleichen Zeit ist am Hackeschen Markt eine Kundgebung mit 300 Teilnehmern angemeldet unter dem Motto „Abstand halten gegen Rechts“. Auch die „Bergpartei“ ruft auf zu Demo und Fahrradcorso unter dem Motto „Alle Macht den Echsenmenschen“ – Reclaim Rosa-Luxemburg-Platz – gegen rechte Querfront.

Um den Tag für Demofreunde und Polizisten abzurunden wird es am Abend auch noch eine linke Demonstration durch Neukölln geben. Sie soll um 20 Uhr am Herrfurthplatz beginnen und zum S-Bahnhof Neukölln ziehen. Die Demonstranten wollen gegen die drohende Räumung der Neuköllner Kiezkneipe Syndikat, des Jugendclubs Potse und des Wohnhauses Liebig 34 demonstrieren. Angemeldet sind 400 Demonstranten.