Berlin - Die Tote ist aufgebahrt, doch Dirk Wöhler will sich mit dem Gedanken an ihr Ableben nicht anfreunden. „Man hat uns die Liebe unseres Lebens genommen“, sagt der Discjockey. Drüben auf einem Anhänger ist ein Sarg aufgebahrt, geparkt neben dem Brandenburger Tor, als habe ihn ein Bestatter dort vergessen. „Veranstaltungsbranche“ steht darauf und an der Stirnseite: „Kultur“.

Es ist Mittwochnachmittag. Der Demonstrationszug ist an sein Ziel gekommen und hat sich vor einer Bühne versammelt. Campino, Frontmann der Rockgruppe „Die toten Hosen Rund “, verliest ein längeres Statement, formuliert Appelle an die Politik, die in dem Aufruf gipfeln: „Verhindern Sie das Austrocknen des kulturellen Lebens!“ Ein Lindwurm von Lkw und Bussen brummt in fünfzig Metern Entfernung an der Bühne vorbei. Während Campinos Vortrag schweigen die Signalhörner.

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