Demonstration in Berlin: 500 demonstrieren gegen A100- Verlängerung

Berlin - Als Protest gegen den umstrittenen Ausbau der Autobahn 100 sind am Sonntag mehrere hundert Demonstranten auf Fahrrädern und Inlineskates durch Berlin gefahren. „Unser Widerstand ist ungebrochen. Es gibt die Chance, dass Vernunft einkehrt und dieses Projekt endgültig begraben wird“, sagte Tobias Trommer vom Aktionsbündnis „A 100 stoppen“ der Nachrichtenagentur dapd. Nach seinen Angaben beteiligten sich rund 500 Teilnehmer an der Aktion.

Unter dem Motto „Vernunft statt Beton“ fuhren die Teilnehmer auf einer 22 Kilometer langen Strecke durch Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg und Treptow. Zu der Demonstration aufgerufen hatten unter anderem die Berliner Grünen, die Linke, die Piratenpartei sowie mehrere Bürgervereine.

Die Verlängerung der A 100 von Neukölln nach Treptow und später nach Friedrichshain ist in Berlin hoch umstritten. Auch innerhalb der Regierungspartei SPD gab es lange Widerstand gegen das Projekt, dessen geschätzte Kosten von rund 475 Millionen Euro weitgehend vom Bund getragen werden. SPD und CDU hatten sich aber in ihrem Koalitionsvertrag auf den Weiterbau verständigt. Klagen gegen das Projekt sollen am 27. September vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt werden. (dpa/dapd)