Die Zeiten, in denen der Bernsteinsee ein Geheimtipp war, sind lange vorbei. Aber: Das macht überhaupt nichts, denn dort gibt es so viel Platz, dass es selbst an sonnigsten Wochenendtagen kein Problem ist, eine hübsche Stelle zu finden, an der man sein Handtuch ausbreiten kann. Die kleinen Buchten im Fichtenwald sind oft belegt, aber es gibt zwei große Sandstrände, einer am nördlichen Ufer, direkt am Parkplatz, auf dem es auch Toiletten gibt, mit Pommesbude und Beachvolleyballfeldern; und einen auf der anderen Seite des Sees, mit schattigen Plätzen am Waldrand.

Das Wasser ist, wie es typisch ist für einen Kiessee, immer kalt und klar und tief, und der See groß genug, um im Schlauchboot oder auf dem Paddelboard darauf herumzuschippern. Am Strand kann man sich prima über die neuste Bade-, Picknickdecken- und Kühlboxenmode informieren, die Coolkids aus Neukölln präsentieren, oder die Brandenburger Tattoo-Trends der Saison studieren. Wem es zu langweilig ist, in der Sonne zu faulenzen: Auf der anderen Seite der Landstraße liegt eine Wakeboardanlage, die übrigens auch einen Campingplatz hat, Tickets muss man vorab im Internet kaufen: wake-and-camp.de.

Fazit: Der Bernsteinsee im Naturpark Barnim ist perfekt für alle, Platz gibt es hier immer.

Anfahrt: Gut zu erreichen mit dem Auto über die A11 Richtung Norden, Abfahrt Prenden, und mit den Öffentlichen (S2 bis Endstation Bernau und weiter mit dem 890er-Bus Richtung Marienwerder bis Ruhlsdorf).