Berlin - Erfolgreich absolvieren große Teile (nicht nur) der deutschen Nation in diesen Tagen Telefonkonferenzen: Unterricht, Geburtstagsfeiern, berufliche Sitzungen, mit und ohne Bild, alles dabei. Seit einem Jahr geht das so. Wir sind Routiniers geworden. Dennoch ist das ein zweifelhaftes Jubiläum, ein deprimierendes. Wie sehne ich mich nach einem echten Treffen mit anderen Menschen! Was früher Alltag war, ist heute das, was ich mir am meisten wünsche.

Donnerstags ist es am schlimmsten, vier Konferenzen – genannt Meetings – plätschern an mir vorbei, ich starre auf den toten Bildschirm, fühle mich hilflos und unsichtbar. Dabei stand ich früher auch oft nur dabei und hörte zu. Aber damals war spontane Interaktion mit anderen möglich, man schmunzelte hier ein wenig, zog dort etwas die Augenbrauen hoch, oft gab es gemeinsames Lachen, mitunter auch energische Proteste.

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