Berlin - Im Mordprozess um das Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger ab 31. Juli hofft die Mutter auf Klarheit. Objektive Beweise für den Mord vor fast 13 Jahren lägen bisher wohl nicht vor, ließ die Frau über ihren Anwalt, Roland Weber, der Deutschen Presse-Agentur mitteilen.

Deshalb erwarte sie die Aussagen der verdeckten Ermittler mit Spannung. Die Mutter, die ihren Vornamen nicht öffentlich nennen möchte, ist in dem Prozess gegen einen 44-Jährigen am Berliner Landgericht Nebenklägerin. „Insgesamt ist das Ganze für mich sehr belastend“, teilte sie über den Anwalt mit.

Leiche von Georgine bis heute nicht gefunden

Der Verdächtige soll die damals 14-Jährige im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule gezielt abgepasst und unter einem Vorwand in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit gelockt haben. Den Ermittlungen zufolge soll der Familienvater aus der Nachbarschaft das Mädchen bewusstlos geschlagen und vergewaltigt haben. Aus Angst vor Entdeckung habe er Georgine erwürgt und an einen unbekannten Ort gebracht. Die Leiche des Mädchens wurde bis heute nicht gefunden.

Der bereits wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen verurteilte Mann war 2017 ins Visier der Ermittler geraten – unter anderem durch Funkzellenauswertungen und verdeckte Ermittlungen. (dpa)