Patrick (37) hockt inmitten seiner Gemüsepflanzen. Seinen Gärtnerabenteuern schauen bis zu 13.000 Menschen bei Instagram zu.
Foto:  Sabine Gudath

BerlinAuf seinem Berliner Balkon erntet Patrick (37) all das, was er einst in Amsterdam gesät hat. Damit ist nicht nur der Ertrag der Samen von Radieschen, Erbsen oder Kopfsalat gemeint, die er teilweise während seiner Zeit in der niederländischen Stadt zum Ausprobieren angepflanzt hat. Vielmehr hat Patrick durch den Beginn seines eigenen Gemüseanbaues eines angehäuft: enormes Fachwissen über Urban Gardening, das er nun auf seinem 20 Quadratmeter großen Balkon an der Rummelsburger Bucht zu nutzen weiß.

Wenn er über seinen selbst hergestellten Kompostsaft spricht, gerät er ins Schwärmen. „Bei mir wächst und gedeiht alles nach einem organischen Prinzip. Ich gieße die Pflanzen mit Wasser und dünge sie alle zwei bis drei Wochen mit organischem Seetang sowie einmal pro Woche mit meinem Kompostsaft“, sagt er. Dieser entstehe nach etwa zwei bis drei Tagen, wenn er in einer Box Pflanzenreste und organischen Abfall sammele und daraus einen milchig-trüben Saft presse. „Ich finde es faszinierend, dass sich aus dem Teil der Pflanzen, den man nicht isst, wieder etwas Neues reproduziert, dass man den Pflanzen dann wieder zum Wachsen geben kann“, sagt er. In seinen Terrakottatöpfen und Blumenwannen finden sich auch einige Würmer wieder, die gut für den Wachstumsprozess seien. „Dass in der Erde Würmer leben, ist nur möglich, wenn du Kompost nutzt. Mit anderem Dünger funktioniert das nicht“, sagt Patrick. Noch wichtiger als Kompost sei aber die Erde. „Wenn der Boden fruchtbar ist und atmen kann, ist er am besten für die Pflanzen“, sagt er.

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