BerlinMein alter Schulkumpel und ich sind mal wieder zusammen weggefahren. Und zwar nach Usedom, an die Badewanne der Berliner, wie die Ostsee auch genannt wird. Wir machen das in jedem Herbst. Dieses Mal fuhren wir in den Tagen vor dem Teil-Lockdown. Wir wollten noch mal so richtig Luft schnappen, am Strand hin- und herlaufen, Fisch essen und Rostocker Doppelkümmel trinken.

Die sogenannten Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin wirken wie aus der Zeit gefallen. Hinter Nebel und Geniesel dösen die prachtvollen Seehotels, als seien sie vor hundert Jahren eingeschlafen. Sie heißen unbekümmert „Kaiser Wilhelm“, „Germania“ und „Imperator“, während man sich in Berlin „die Köppe einhaut“, weil irgendwelche Straßenschilder die Namen von Kolonialisten tragen.

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