Sein Schlüsselerlebnis hatte Bernd Gaiser 1965. Der damals 20-Jährige absolvierte seinen Wehrdienst bei der Marine, als ein Kamerad unehrenhaft entlassen wurde, weil er gegen Paragaf 175 verstoßen hatte. Dieser stellte „Unzucht unter Männern“ unter Strafe und galt bis 1969 sogar noch in der verschärften Fassung der Nationalsozialisten. „Das war so eine Schande für ihn, dass er sich das Leben genommen hat“, sagt Gaiser. „Als ich an seinem Grab stand, wusste ich, dass ich so etwas nie wieder erleben will. Ich wollte dafür kämpfen, dass Homosexuelle vor dem Gesetz gleich behandelt werden und nicht wie Menschen zweiter Klasse.“

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