Die zurückliegende Woche begann mit einer geglückten und eine gescheiterten Explosion. Am Montagmorgen sprengten Einbrecher im Reinickendorfer Rathaus einen Geldschrank auf. Offenbar hatte man im Rathaus keinen Überblick über die Finanzen. Denn zunächst hieß es, die Täter hätten Geld aus dem Tresor gestohlen. Später teilte die Polizei mit, die Täter seien ohne Beute geflüchtet.

Gegen sieben Uhr sah dann eine Anwohnerin am Mariendorfer Damm, wie ein Mann mit Werkzeug in den Händen aus einer Bankfiliale rannte und in ein Auto stieg. Er raste mit ausgeschaltetem Licht davon. Als Polizisten den Audi stoppen wollten, gab der Fahrer Gas. Er ignorierte eine rote Ampel, fuhr auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen einen Ampelmast. Polizisten konnten den Beifahrer festnehmen, der Fahrer fehlt noch. Laut Polizei hatten beide versucht, in der Bank einen Geldautomaten aufzusprengen.

Am Kudamm wurde am Dienstag ein Uhrenladen überfallen. Zunächst klingelte ein Mann an der Tür. Als eine Verkäuferin öffnete, bedrohte er sie mit einer Pistole. Zwei Komplizen schlugen mit Hämmern die Vitrinen ein, aus denen sie Dutzende Uhren nahmen. Schon vor einigen Jahren hatten Kriminelle den Laden heimgesucht. Sie hatten mit einem Auto, an dem ein Rammsporn angebracht war, die Tür eingedrückt. Seitdem stehen vor dem Laden Poller.

In der Nacht zu Donnerstag bekamen es Anwohner in Prenzlauer Berg und Mitte mit Klimaschützern zu tun. An 13 SUV-Autos ließen diese die Luft aus den Reifen. Hinter die Scheibenwischer klemmten sie Zettel: „Vorsicht, Bärin-Alarm: Platter Reifen, Verkehrswende jetzt! Stadt für Alle! System Change not Climate Change! FCK SUV!“

Am Freitag schließlich konnte die Polizei einen Erfolg melden: die Festnahme von fünf Männern. Sie sollen seit Dezember in rund 500 Fällen Wall-Toiletten aufgebrochen haben, um an das Geld zu kommen. Der Schaden dürfte höher sein als die Beute, so die Polizei. Aber ein paar Euro hier, ein paar Euro da – da kommt was zusammen.


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