Über Brandstifter sagen Polizeiermittler, dass die Täter oft keine Freunde und Minderwertigkeitskomplexe haben. Brandstifter lieben es, Macht auszuüben, sich daran zu erfreuen, wie es ihnen gelang, viele Menschen (und Feuerwehrautos) in Bewegung zu setzen. Oft stehen sie zwischen den Schaulustigen.

So war es auch am vergangenen Sonntag in Köpenick. Erst brannte auf dem Gelände des früheren Funkwerks an der Wendenschlossstraße Gerümpel. Dann brannten auf dem nahe gelegenen Vereinsgelände des Köpenicker FC ein Container und ein Toilettenhäuschen und schließlich das 600 Quadratmeter große Vereinslokal nieder.

Der Rauch war kilometerweit zu sehen und die Feuerwehr mit 120 Leuten im Einsatz. Polizisten konnten einen Verdächtigen festnehmen. Der 21-Jährige hatte den Löscharbeiten zugeschaut.

Unter der Überschrift „Langfinger beklaut Rentnerin“ bat die Polizei am Montag in einer Mitteilung um Hilfe. Sie fahndet nach einem Mann, der in einem Kiosk in der Reichsstraße in Charlottenburg die Geldbörse einer Rentnerin aus ihrer Tasche gegriffen und die Frau beiseitegestoßen hat. Am selben Tag hob er mit ihrer Geldkarte mehrere Hundert Euro ab.

Das Problem: Die Tat passierte am 20. August 2021. Nach neun Monaten dürfte der Täter über alle Berge sein oder sein Aussehen verändert haben. Vielleicht dauerte es ja so lange, weil „alle Ermittlungsansätze ausgeschöpft“ werden mussten, wie es immer heißt. Vielleicht war die Ermittlungsakte aber nur hinter die Heizung gerutscht.

Am Mittwoch dann eine gute Nachricht: Berlins Staatsanwaltschaft und das LKA konnten zusammen mit der polnischen, schwedischen und österreichischen Polizei 20 mutmaßliche Enkel-Trickbetrüger festnehmen. Laut Ermittlungen hatten sie ältere Menschen angerufen und ihnen vorgegaukelt, ein Familienmitglied – zum Beispiel ein Enkel –  zu sein. Man habe einen Autounfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution stellen, um nicht ins Gefängnis zu kommen. Ein Bekannter werde das Geld abholen. Viele Angerufene übergaben den Abholern bereitwillig hohe Summen Bargeld. In fast 100 Fällen erbeuteten die Täter so 3,4 Millionen Euro. Allein in Berlin konnte die Polizei vier Geldabholer und zwei Abholerinnen ergreifen.

Am Donnerstag war dann Christi Himmelfahrt, auch Herrentag oder Vatertag genannt. Was da so alles los war, lesen Sie hier.