Wir ahnen nicht, welche Tragödien sich hinter den Millionen Fenstern Berlins abspielen. In Spandau sprang am Dienstag ein 77-Jähriger von einem Balkon. Er kam lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus. In der Wohnung fanden Polizisten seine tote 78-jährige Ehefrau. Die Polizei geht davon aus, dass er sie umbrachte.

Am selben Tag splitterte in Treptow eine Wohnungstür, und das SEK machte einen der größten Heroinfunde der letzten Jahre. In der Wohnung und im Keller fanden die Ermittler mehr als 33 Kilogramm Heroin mit einem Verkaufswert von mehreren Millionen Euro. Bei dem 33-jährigen Mann, der sich illegal in Berlin aufhielt, entdeckten sie außerdem 150 Gramm Kokain und sechs scharfe Schusswaffen. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Aufregung dann am Nachmittag in Gesundbrunnen. In der Exerzierstraße saßen vier Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren auf einer Bank, als zwei 15-Jährige kamen. Laut Zeugen zog einer eine Pistole und drohte, davon Gebrauch zu machen, wenn sie nicht aufstehen würden. Einem Mädchen hielt er die Waffe an den Kopf, und sein Kumpel empfahl ihm, lieber auf die Beine zu schießen.

Die Mädchen standen auf, woraufhin der Waffenbesitzer mehrmals in die Luft schoss. Dann gingen beide weg. Einen 15-Jährigen konnten Polizisten gleich festnehmen, den anderen später. Spezialkräfte durchsuchten dessen Wohnung und fanden die Tatwaffe – eine Schreckschusspistole. Die Jungs mussten bei der Polizei ihre Fingerabdrücke abgeben. Dann durften die Eltern sie in Empfang nehmen.

Dass es in manchen Shisha-Bars nicht immer nach Recht und Gesetz zugeht, zeigte sich bei Kontrollen am Donnerstagabend in Charlottenburg-Wilmersdorf. Dort platzten Beamte in eine illegale Pokerrunde. Bei der Durchsuchung von drei Lokalen leiteten LKA- und Zollbeamte Verfahren wegen Schwarzarbeit und Vorenthalten von Arbeits- und Sozialversicherungsentgelten ein. Sie registrierten Verstöße gegen den Jugendschutz, den Nichtraucherschutz und unerlaubten Alkoholausschank. In den drei Bars gab es keine ordnungsgemäße Kassenführung, zudem wurde gegen das Tabaksteuergesetz verstoßen. Beschlagnahmt wurden zwei illegale Glücksspielautomaten.