Berlin - Thorsten Willenbrock geht in die Knie. In der Hocke faltet er die Hände vor dem Gesicht, die Emotionen haben den stillen Buchhändler, 56, am Ende doch übermannt. Gerade hat er die Schlüssel für seinen Laden Kisch & Co. dem Gerichtsvollzieher übergeben. Und er ist auch gerührt von etwa 200 Demonstrierenden, die am Dienstagmorgen in der Oranienstraße in Kreuzberg stehen und klatschen.

„25 Jahre, abgewickelt in zehn Minuten“, sagt eine Frau vom Verein GloReiche Nachbarschaft mit tränenerstickter Stimme in ein Mikrofon. Willenbrock steht auf und umarmt die Kollegin Ulla, die weint und raucht, dann die Belegschaft des Buchladens, der die Oranienstraße 25 endgültig verlassen muss.

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