Binnen weniger Wochen haben auf der Berliner Allee je eine Filiale der Secondhand-Läden Humana und Oxfam eröffnet. Ich mag diese Läden und habe sie deshalb bald aufgesucht. Dass ich ohne Ware wieder hinausgegangen bin, lag nicht am Angebot. Es ist bunt und wie immer habe ich mich zwischen Ständern und Regalen gefragt, welche Geschichten in all den Dingen schlummern. Wer mit den Stofftieren eingeschlafen ist. Wer die Mäntel und Mützen getragen hat. Und wo. In welchen Schränken das Geschirr stand, welche Witze erzählt wurden, während man die Gabel zum Munde führte. Welche Blumen in den Vasen verwelkten und ob sie Liebesbeweise oder Bitten um Verzeihung waren. Ob jemand zu der Punk-CD tanzte. Vielleicht allein, wild und glücklich? Oder unter vielen, wie wir es einst taten?

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