Im November machen wir es uns wieder einmal zu Hause gemütlich. Der neuerliche Lockdown lädt ein zum „Look-up“ auf den Sternenhimmel – mit reichlich Planeten, Sternschnuppen und Sternen. Der suchende Blick zur Internationale Raumstation ISS erlaubt kleine, willkommene Ausflüchte auf dem Balkon vom Alltag. Während über Berlin der Schleier der Nacht liegt, wird die Raumstation in 400 Kilometern Höhe über uns von der Sonne beleuchtet und reflektiert genügend Photonen, um sie als hellen Lichtpunkt am Himmel zu erspähen. Bis zum 9. November beobachten wir die Raumstation am Morgen und nach einer kurzen Pause ab dem 21. November wiederum am frühen Abendhimmel. Die Astronauten auf der Raumstation wissen besser als wir, was eine Isolation auf kleinstem Raum wirklich bedeutet – ohne die Möglichkeit, sich die Beine vor der Tür zu vertreten oder Hamsterkäufe zu tätigen.

Die Planeten Jupiter und Saturn eröffnen gemeinsam die Beobachtungsnacht im Sternbild Schütze tief am Horizont. Nach Sonnenuntergang stehen beide Planeten bereits in südwestlicher Richtung und büßen leider im November abermals Beobachtungszeit ein. Am 1. November geht Jupiter um 20.41 Uhr unter, am 30. November bereits um 19.14 Uhr. Ein gutes Fernglas ermöglicht den Blick auf die vier größten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto, die bereits Galileo Galilei Anfang des 17. Jahrhunderts entdeckte. Sollte zu Hause Langeweile aufkommen, bietet es sich an, auch die Namen der weiteren bisher bekannten 75 Jupitermonde auswendig zu lernen: Amalthea, Himalia, Elara, Pasiphae, Sinope … Der Ringplanet Saturn geht jeweils nur wenig später um 21.10 Uhr zu Monatsbeginn und 19.28 Uhr zum Ende des Monats unter. Das Ringsystem aus unzähligen Eis- und Gesteinsbrocken verleiht dem Planeten seinen charakteristischen Anblick. Hier sind immerhin 82 Monde zu memorieren: Mimas, Enceladus, Tethys, Dione, Rhea, Titan …

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