Könnte zur Stromgewinnung genutzt werden: Laub.
Foto: imago images/Shotshop

TeltowEigentlich war es gut gedacht, und man hätte sich Strom ja auch wirklich kaum grüner vorstellen können als solchen, der vom Bauern kommt: Strom aus Mais.  Aber dann haben wir es eben doch verpasst, an der richtigen Stelle abzubiegen und Monokulturen mit zwangsläufig hohem Pestizid-Einsatz geschaffen.  Nimmt man die Felder zusammen, auf denen hierzulande Mais angebaut wird, ergibt sich eine Fläche, die größer ist als Mecklenburg-Vorpommern. Die gesamte Republik besteht zu mehr als sieben Prozent aus Maisfeldern, auf denen sich auch nahezu 10.000 Biogas-Anlagen bedienen. Etwa dreieinhalb Prozent des hierzulande erzeugten Stroms kommt aus dem Kolben.

Tatsächlich gilt Mais als das Super Food für Biogas-Meiler. Im vergangenen Jahr wurden sie in Deutschland zu 70 Prozent mit Mais befüttert. Unnötigerweise, sagen Katrin und Friedrich Streffer. „Es muss nicht unbedingt Mais sein“, sagt sie. Er: „Felder sollten für die Ernährung genutzt werden, nicht zur Stromerzeugung.“ Die beiden promovierten Chemiker sind Gründer der Firma LXP, mit der sie gegen die Monokultur im Land antreten wollen. In einem dreigeschossigen Plattenbau in Teltow haben sie sich über einer Autowerkstatt  eingerichtet und wollen vor dort aus die pflanzenbasierte Energiewende auf eine neue Ebene heben.

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