Berlin - Die Krumme Lanke ist wirklich krumm, sie schmiegt sich zwischen die massiven Bäume des Grunewalds und dem Wohngebiet zwischen den U-Bahn-Stationen Onkel Toms Hütte und Krumme Lanke. Die geschwungene Form sieht auf dem Stadtplan sehr entspannt aus. Und so ist auch die Stimmung am See, wenn am Wochenende die Spaziergänger Ruhe suchen. Während der Badesaison wird es allerdings laut und trubelig. Das liegt auch daran, dass es kaum Liegeflächen für das längere Verweilen gibt. Steine und Wurzeln sorgen für einen Untergrund, den man nicht ernsthaft bequem nennen kann.

Die Krumme Lanke ist deshalb eher ein See zum Schwimmen. Das geht am besten am frühen Morgen, wenn die Badestellen noch leer sind, der Wind wie im Halbschlaf nur kleine Wellen in Bewegung bringt und die Enten sich ganz entspannt treiben lassen. Dann treffen die körperbewussten Menschen aus der Umgebung mit ihren Fahrrädern ein, springen nackt oder in Badekleidung ins Wasser und schwimmen los. Die Krümmung ist von beiden Seiten des Sees fast gleich weit entfernt und für die meisten Schwimmer ein lohnendes Ziel, ambitionierte Sportler schaffen aber auch locker, den gesamten See zu durchqueren und zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Im Laufe des Tages wird es dann voller. Erst kommen die jungen Familien, am Nachmittag dann die Jugendlichen, die auch gerne mit Lautsprechern auf sich aufmerksam machen. Wer es ruhiger will, sollte den späteren Abend wählen.

Fazit: Natur pur, geeignet für Frühaufsteher, Familien und Schwimmer.

Anreise: Am besten mit dem Rad oder der U3. Wer zur größten Liegewiese will, sollte an der Endstation Krumme Lanke aussteigen.