Sie beschleunigt schnell, hat eine Klimaanlage und viel zusätzliche Technik für mehr Zuverlässigkeit. Doch das hat seinen Preis: Die neue S-Bahn für Berlin, die vor Kurzem beim Schienenfahrzeughersteller Stadler Pankow vorgestellt worden ist, benötigt mehr Strom als ihre Vorgänger. Das hat Folgen, so die Bahn.

„Bahnstrom wird in den kommenden Jahren ein großes Thema für uns sein“, sagte Peter Buchner. Er ist Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH, eines Unternehmens der Deutschen Bahn (DB). Damit die Energieversorgung auch künftig den Anforderungen gerecht wird, seien große Investitionen erforderlich. Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin, sprach von einer dreistelligen Millionensumme. „Wir brauchen unter anderem 20 neue Unterwerke“ – so heißen die Umformerstationen, die Strom für den Betrieb aufbereiten.

Peter Buchner wies auch darauf hin, dass die Zahl der S-Bahn-Wagen deutlich steigen wird, um den steigenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden. Derzeit gibt es 1300 Wagen, Anfang der 2020er-Jahre werde die Zahl auf rund 1520 wachsen, hieß es. Wie berichtet hat die DB hat mit dem Konsortium Siemens/ Stadler für die Ringbahn und die Linien im Südosten 382 neue Wagen bestellt. Die tausend Wagen der Baureihe 481, die heute den größten Teil der Flotte stellen, werden bis 2030 weiter betrieben. Das gilt auch für die 140 Wagen der Baureihe 480.