Berlin - Er sieht aus wie eine zu groß geratene Brotbüchse auf Rädern – irgendwie niedlich. Doch für Arwed Schmidt ist der kleine Bus, der bald durch Berlin rollt, ein ernstzunehmender Vorbote einer neuen Form der Mobilität. „Was wir nun erleben, ist der Start einer neuen Denkserie der Forschung“, sagte er am Donnerstag. Ein Meilenstein, vergleichbar mit der ersten Fahrt eines Autos mit Verbrennungsmotor 1885. Nicht mehr lange, dann wird ein hochautomatisierter Shuttle, der ohne Fahrer auskommt, erstmals in einer deutschen Großstadt auf öffentlichen Straßen Fahrgäste befördern. Schauplatz der Premiere wird wie berichtet Tegel sein. Bushersteller ist das französische Unternehmen Easymile, für das Schmidt arbeitet.

Lenkrad und Fahrersitz sucht man vergebens. Der EZ10 Gen2 soll seine Route eigenständig abfahren – mithilfe von gespeicherten Daten. Zur Sicherheit wird ein Begleiter an Bord sein, der eingreifen kann, wenn es Hindernisse zu umfahren gilt oder überholt werden muss. Doch der Großteil der täglichen Routine soll von der Technik übernommen werden, die in dem Elektrobus steckt.

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