Berlin - Das Flughafenprojekt BER hat nicht nur Planer, Bauleute und Juristen beschäftigt. Es hielt auch Berliner Landesparlamentarier auf Trab. Vier Untersuchungsausschüsse des Abgeordnetenhauses haben sich bereits mit dem Bauvorhaben in Schönefeld sowie mit seinen Pleiten, Pech und Pannen befasst. An diesem Mittwoch legt das vierte Gremium dieser Art, das auf Druck der Opposition eingesetzt wurde, seinen mehr als 600 Seiten umfassenden Abschlussbericht offiziell vor. Er erscheint mehr als drei Jahre nach der konstituierenden Sitzung im Juli 2018.

Der Untersuchungsausschuss BER II hat sich in 43 Sitzungen darum bemüht, Ursachen, Konsequenzen und die Verantwortung für die Kosten- und Terminüberschreitungen am BER aufzuklären. 57 Zeugen wurden gehört, von früheren Flughafenchefs wie Hartmut Mehdorn über den jetzigen Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup bis hin zu Politikern wie Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD), Planern und Bauexperten. Doch nicht selten gab es Unstimmigkeiten darüber, was das Gremium in den Blick nehmen sollte – und was nicht. Hinzu kam, dass die Öffentlichkeit die Fleißarbeit der elf Mitglieder zuletzt kaum noch wahrnahm. Das könnte auch daran gelegen haben, dass der Flughafen BER am 31. Oktober 2020 tatsächlich eröffnet wurde und die Pandemie die Reisefreude dämpfte. Kaum jemand sprach noch übers Fliegen.

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