Schafe im Schlosspark Charlottenburg.
Schafe im Schlosspark Charlottenburg.
Foto: Marc Leve

Berlin - Früh am Morgen, noch bevor die ersten Jogger angestrengt ihre Bahnen ziehen und der Berufsverkehr seine Schallglocke über die Stadt wölbt, gehört der Park den Schafen. Im hohen Gras liegend, die runden Rücken in allen Schattierungen von Grau und Braun bis hin zu Schwarz, sehen sie von weitem aus wie eine Ansammlung von Findlingen, jenen Gesteinsbrocken aus der Eiszeit, die von den Gletschern über die Erde geschoben wurden. Wuchtige Eichen wachen über die Tiere. Noch ist das Licht milchig, Dunst steigt über einem dunklen Gewässer auf, am Ufer harrt ein Graureiher auf Beute. Wären da nicht die in Berlin so zahlreich ansässigen Nebelkrähen mit ihrem Geschrei, man könnte sich in einer ländlichen Idylle wähnen, fern vom Zugriff der Metropole. Es gibt kaum etwas Kontemplativeres, als Schafe zu betrachten.

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