Thomas Unger klingt erstaunlich entspannt am Telefon. Er ist der Chef der BVG-Leitstelle für den Busverkehr. Er und sein Team mühen sich, die Folgen des S-Bahn-Streiks für die Berliner zu mildern. Da müsste doch bei ihm heute Morgen während der Rushhour die Hölle los gewesen sein? Der  Berufsverkehr unter Streikbedingungen, sagte er am Telefon, sei den Umständen entsprechend entspannt verlaufen. Das gelte auch für die U-Bahn, auf deren Informationen Unger ebenfalls Zugriff hat: „Auf der U5 wird es bei Bahnstreiks regelmäßig enger, sie stellt einen S-Bahnersatz für die Fahrgäste zwischen den Bahnhöfen Wuhletal und Alexanderplatz via Lichtenberg dar und wird deshalb gern als Alternative genutzt.“

Donnerstagfrüh, um zwei Uhr, hat der erneute Bahn-Streik im Personenverkehr begonnen. Nur wenige S-Bahn-Linien fahren. Bis Dienstag soll der Ausstand dauern, es wäre der bisher längste Bahnstreiks der GDL. Die Busse und Bahnen der BVG sind von dem Streik nicht betroffen, aber eben voller. In der Leitstelle laufen alle Informationen zusammen. Erfasst und überwacht wird das Fahrgastaufkommen in den einzelnen Linien und Bahnhöfen der Stadt. Hier fließen 24 Stunden am Tag Tausende Informationen über die Berliner U- und Straßenbahn sowie die Busse der BVG zusammen. Allein knapp 5000 U-Bahnen fahren in Berlin pro Tag ab.

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