Berlin - Die Verwaltungen und Ämter der Hauptstadt gelten als technisch verschlafen. Doch obwohl die Digitalisierung in den Behörden noch schleppend vorangeht, verwenden Berliner Gesundheitsämter mit als erste in Deutschland ein Computersystem, das nun als ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die gefährlichen Mutanten des Coronavirus eingesetzt werden kann.

Die Rede ist von der Software Sormas, die das Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) 2014 zur Nachverfolgung von Epidemien entwickelte. In afrikanischen Ländern hat sie sich bei Ausbrüchen vieler Krankheiten von Ebola über Masern bis hin zum Lassafieber bewährt. Vor einem Jahr wurde Sormas an das Coronavirus angepasst. „Die Software kann auch bei der Verfolgung und Eindämmung der Corona-Mutationen eingesetzt werden“, sagt Epidemiologe Prof. Gérard Krause, der das Programm am HZI mit seinem Team entwickelte.

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