Die Montagsfreiwilligen: Initiatorin Carola Muysers in der Hasenheide in Neukölln.
Foto: Benjamín Pritzkuleit

BerlinDas ganze Ausmaß des Problems ist bereits nach einem Meter für jeden sichtbar. Gleich hinter dem Eingang zur Hasenheide liegt er massenhaft herum, der Müll. Dort ein altes Bügelbrett, da ein Karton, der vom Regen aufgeweicht ist, hier drei Hosen, zwei Pullover, ein Hemd. Da ein paar Dinge, von denen niemand sagen kann, was sie mal waren, von denen aber jeder weiß, dass sie nicht in einen Park gehören.

Ein paar Meter weiter versammelt sich eine Gruppe zur Lösung des Problems. Es ist Montag zehn Uhr. Die Putzgruppe von Carola Muysers versammelt sich zum Müllsammeln. Muysers, eine 59 Jahre alte promovierte Kunsthistorikern, begrüßt alle herzlich. Es ist die vierte Putzaktion, und sie sagt, dass beim ersten Mal drei Leute kamen, beim zweiten Mal fünf. Dieses Mal sind es knapp 20. Sie ruft: „Es gibt nicht viel zu sagen: Müllsammeln ist halt Müllsammeln.“ Auf die Frage, wie lange die Aktion dauert, sagt sie: „Ich mache maximal zwei Stunden, ihr könnt so lange machen, wie ihr wollt. Auch an jedem anderen Tag. Es gibt so viel Müll, der auf uns wartet.“

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