Berlin - Es ist heiß in Berlin, da fällt selbst Kurieren das Radfahren schwer. „Im Winter bei minus zehn Grad war es aber schlimmer“, sagt Jan Kieper, während er mit Helm und im Radler-Outfit vom Rennrad steigt. Der 23-Jährige ist dennoch zufrieden: Er fährt als Selbstständiger für das Internet-Portal Radkurier24. „Da kann ich Preise so gestalten, dass sie mir nicht die Kundschaft vergraulen und fair sind für mich“, sagt der jobbende Student am Treffpunkt vor einer Filiale des Lieferdienstes Gorillas in Kreuzberg.

Gorillas, das Start-up für Lebensmittellieferungen, steht derzeit in der Kritik, weil es ähnlich wie Lieferando, Wolt, Uber Eats, Flink, Getir oder Foodpanda Fahrradboten durch Berlin hetzt, sie aber eher schlecht bezahlt. 10,50 Euro verdienen die sogenannten „Rider“ bei Gorillas pro Stunde. Jan Kieper sagt: „12 Euro sind für mich das absolute Minimum. Bei guten Aufträgen sind es 18 Euro, im Schnitt etwa 13 bis 14 Euro die Stunde.“ 

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