Berlin-Altglienicke - Wie schön, das wunderbare Standbild der Heiligen Gertraude wieder zu sehen. Jahrzehntelang zierte sie die Brücke am Spittelmarkt, die ihren Namen trägt. Dann war die drei Meter hohe Bronzefigur verschwunden, viele Bürger sorgten sich. Aber es geht ihr gut – und täglich besser, denn eine der im Umgang mit Kunstwerken erfahrensten Werkstätten Berlins unterzieht sie einer gründlichen Restaurierung.

Bernd M. Helmich, Schmied, Restaurator und Bildhauer, freut sich an der mühsamen Arbeit; er weiß es zu schätzen, wenn er „echte bildhauerische Qualität“ betreuen darf – und das trifft für das Werk Rudolf Siemerings aus dem Jahr 1896 zu. In Helmichs Werkstatt haben sie bereits den Heiligen Georg vom Nikolaiviertel wieder hergerichtet, die Fortuna vom Turm des Stadthauses, das Lutherdenkmal von der Marienkirche, die von Christian Daniel Rauch geschaffene Blücherstatue von der Neuen Wache, den prächtigen Neptunbrunnen vom Schloss Linderhof in Bayern und viele andere Kunstschätze. Aber die Heilige Gertraude ist die populärste Figur, denn sie verkörpert so vieles: Mitgefühl, Schutz und Hilfe in der Not, Erinnerung an die Seuchenzüge der Vergangenheit.

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