Sitze eines Kinosaals: Leere Sitze eines Kinosaals
Foto: dpa/Fabian Sommer

Berlin - Corona ist eine Bedrohung – auch für das eigene Gedächtnis: Erinnert sich noch jemand an „Die Känguru-Chroniken“ oder an „Undine“? Die Komödie von Dani Levy nach der Vorlage von Bestsellerautor Marc-Uwe Kling und der zauberhaft spröde Liebesfilm, für den Paula Beer auf der Berlinale im Februar den Silbernen Bären als beste Darstellerin gewann, galten im Frühjahr als deutschsprachige Hoffnungsträger der Kinobranche. Dann kam das Virus – und jede Planung war hinfällig. Am Dienstag dürfen die Kinos nach fast vier Monaten Corona-Pause wieder öffnen, und die Geschichten um das großmäulig-kommunistische Beuteltier als auch die ungewöhnliche Unterwasserliebe kommen endlich in die Lichtspielhäuser. Spätestens zum Donnerstag, dem traditionellen Filmstarttag in der Stadt, nehmen die meisten Berliner Kinos den Betrieb wieder auf.

Doch so wie das Virus noch nicht vorbei ist, ist es auch seine wirtschaftliche Zerstörungskraft nicht. So beklagt sich Christian Bräuer, Betreiber von 14 Programmkinos der Yorck-Gruppe und Vorsitzender der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater, über die geltenden Abstandsregeln: Derzeit muss 1,50 Meter Abstand um jeden Sitz eingehalten werden, um die Besucher voreinander zu schützen. Das führt dazu, dass teilweise nur 20 Prozent der Plätze besetzt werden dürfen. Und laut Verbandschef Bräuer sei damit ein wirtschaftlicher Betrieb kaum möglich. Er plädiert dafür, je einen Sitz zwischen den Plätzen frei zu lassen. „Ich glaube, das fühlt sich sehr sicher an.“

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