Wie hoch ist die Infektionsgefahr in der Gastronomie? Die Datenlage dazu ist in Berlin bisher schwach. 
Foto:  Markus Wächter

Berlin - Warum sich mit dem Offensichtlichen beschäftigen, wenn man es kompliziert machen kann? Unter diesem Motto stand offensichtlich die Sitzung des Berliner Senats am Dienstag. Im Kampf gegen die mit den Lockerungen steigenden Infektionszahlen sind seit Tagen schon Reiserückkehrer und die Teststellen an Berlins Flughäfen Corona-Thema Nummer eins. Die Hälfte aller Neuinfektionen in Berlin geht laut Senatsgesundheitsverwaltung auf Reiserückkehrer zurück. Die Teststellen an den Flughäfen, eingerichtet vom Senat, sind dennoch nur von 9 bis 21 Uhr besetzt. So mancher Flieger aus Risikogebieten landet außerhalb dieser Zeiten, auch zu einem gewalttätigen Übergriff auf eine Mitarbeiterin ist es schon gekommen.

Über eine Verlängerung der Öffnungszeiten oder über Sicherheitskonzepte für die Teststellen diskutierte der Senat am Dienstag allerdings nicht. Das bleibt vorerst Aufgabe der Gesundheitsverwaltung – „Handwerk“, wie es der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Anschluss an die Senatssitzung formulierte. Erst in ein bis zwei Wochen, wenn die Gesundheitsverwaltung fertig gehandwerkt hat, will der Senat sich mit dem Thema wieder befassen. Insgesamt 4000 Reisende aus Risikogebieten landen derzeit an den Berliner Flughäfen – pro Tag!

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.