Dass sich ein Linker auf den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) beruft und noch dazu auf dessen militärische Gleichnisse, kommt nicht oft vor. Aber Harald Wolf schien am Mittwoch gar kein Problem damit zu haben, als er das Konzept seiner Partei für die Sanierung Berlins maroder Schulen präsentierte – übrigens kurz vor der SPD, die ihren Plan am Freitag vorstellen wird. „Was wir vorschlagen, ist die dicke Berta, von der Mario Draghi immer spricht“, sagte der Abgeordnete und frühere Wirtschaftssenator.

Die Linke, so Wolfs Botschaft, will das Problem des Sanierungsstaus ein für allemal lösen und dafür viel Geld in die Hand nehmen. Im gar nicht mal so kleinen Maßstab will sie also umsetzen, was sich der EZB-Präsident für die Wirtschaft in der ganzen Eurozone wünscht: die historisch niedrigen Zinsen für Investitionen nutzen. Zu tun gibt es genug: Vorige Woche hatten die Berliner Bezirke die Zahlen für den Sanierungsbedarf an ihren Schulen vorgestellt. Fast fünf Milliarden Euro wird es demnach kosten, die Gebäude baulich zu ertüchtigen und an heutige Anforderungen anzupassen, etwa was Barrierefreiheit und Energieeffizienz betrifft.

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