Berlin - Oz Ben David klingt am Telefon übernächtigt. Der Inhaber des Berliner Restaurants Kanaan informiert sich nonstop über die eskalierenden Ereignisse in seiner Heimat Israel. „Ich habe kaum geschlafen“, sagt der 40-Jährige, der sich um Freunde und Familie im Nahen Osten sorgt, wo Raketengeschosse zwischen den verfeindeten Lagern hageln und sich die Gewalt auch auf den Straßen entlädt.

Wie ihm geht es vielen Israelis und Palästinensern in Berlin – und Israel. „Sie können mit fast keinem Menschen sprechen, der nicht betroffen ist“, sagt Ben David, der eigentlich ein Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen den Fronten ist: Sein Restaurant im Prenzlauer Berg betreibt er gemeinsam mit dem Palästinenser Jalil Dabit, der auch auf Farmen in Israel sein Geschäftspartner ist. Der Konflikt im Land stehe aber nicht zwischen den beiden. „Wenn überhaupt, macht es uns stärker.“

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