Täglich Neues zu lernen trimme den Geist, heißt es. Was das betrifft, werden wir gerade allesamt zu mentalen Muskelprotzen. Allein der Umgang mit der Maske, zumindest in meinem Fall, ist immer noch kein routinierter. Es sei denn, ich habe sie im Gesicht. Panikattacken sind Geschichte und freies Atmen gehört seit vielen Monaten zu den Dingen, die ich bewusst und mit Genuss verrichte. Neulich las ich von jemandem, „Atem“ sei das Wort des Jahres. Ich nickte.

Aber sonst? Ich versäume es immer noch gelegentlich, sie auf- oder abzusetzen. Mit dem Kind auf dem Weg zum Supermarkt diskutiere ich, ob sie besser am Handgelenk oder in der Hosentasche zu transportieren sei. Andere tragen sie wie ein Lätzchen um den Hals. Das kann ich nicht. Neulich sah ich eine Frau, die ein Extra-Täschchen hatte für das neue Accessoire. In vielen Wohnungen hängen sie an einem eigenen Haken an der Wand. Wann werden die ersten Kinderwägen und Autos mit Maskenhalterung gefertigt, wie damals für Handys und Kaffeebecher? Wann welche zum irgendwo anknöpfen oder –heften? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.