Smog in Berlin. Im Januar 1985 lag in der Hauptstadt infolge einer Inversionswetterlage besonders viel  Schwefeldioxid in der Luft. Ursache der Schadstoffe: Braunkohleverbrennung in Industrieanlagen und Haushalten. Nur im Westteil gab es Smogwarnungen.
Foto: Peter Wensierski

Berlin - Besonders schlimm war es im Januar 1985. In weiten Teilen Europas herrschten eisige Temperaturen. Die Heizungen liefen auf Hochtouren. Für das westliche Ruhrgebiet, wo Kraftwerke und Stahlhütten tonnenweise Abgase ausstießen, meldeten die Meteorologen eine Inversionswetterlage. Wie eine Glocke hatte sich eine Warmluftschicht über die kalte, schadstoffhaltige Luft gestülpt. Weil der Wind tagelang ausblieb, zogen die Abgase nicht ab. Duisburg, Essen, Bottrop und weitere Ruhrgebietsstädte lagen in schwefligem Nebel. Am 18. Januar riefen die Behörden Smogalarm der höchsten Stufe aus. Industriebetriebe mussten die Produktion einstellen, Fahrverbote brachten den Autoverkehr zum Erliegen. Stundenweise hatten die Werte für das giftige Schwefeldioxid an mehreren Stellen gut 1 000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht – Entwarnung wurde bald darauf bei 400 Mikrogramm gegeben.

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