Der Waschsalon in der Torstraße 115.
Foto: Christian Schulz

Der „Waschsalon 115 und das Café im Herzen der Stadt“, wie der Laden in der Berliner Torstraße 115 seit dem Jahr 2016 heißt, liegt in einer nicht sehr schönen, aber zunehmend boomenden Gegend mitten in der Stadt. Dennoch ist er wohl Berlins bekanntester Waschsalon. Vielleicht sogar der bekannteste nördlich der Alpen wegen seiner internationalen Besucher. Jetzt sitzt dort Tobias Breithaupt – 56 Jahre alt, sehr offen, sehr freundlich, ein Mensch mit viel Humor.

Breithaupt ist zudem ein Experte auf dem Gebiet der Wäschereitechnik, nicht für Haushaltsgeräte in Badezimmern oder Kellern, sondern für gewerbliche Maschinen – große, die bis 200 Kilogramm fassen, in deren Trommeln ein Mensch stehen kann. Breithaupt ist Unternehmer: In seinem Berliner Büro sitzen vier Mitarbeiter, sechs weitere sind als Techniker unterwegs. 2015 hat Breithaupt ein weiteres Unternehmen dazugekauft, den Waschsalon in der Torstraße 115 – einer, dessen Betreiber schon lange sein Kunde war. Gekauft hat er die Einrichtung, weil er sie kannte – „sechs, acht Jahre machen die Maschinen gewiss noch“ – und für seine eigene Rentenzeit. Beim Wort „Rentenzeit“ lacht er, weist dabei auf die Maschinen und meint: „Die sind wie Rentner, wenn die immer in Action sind, leben sie auch länger.“

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