Berlin - Vielleicht heißt diese Kreuzung eines Tages nach David Bowie. Derzeit ist es einfach nur ein Verkehrsknotenpunkt zwischen Nord und Süd, Ost und West, wo aus der Potsdamer die Hauptstraße wird, die Langenscheidt- sich zur Grunewaldstraße absenkt. Schwierig zu fahren sei die Strecke, sagt die Frau, mit der wir hier verabredet sind, „alles stressige Linien mit einem hohen Passagieraufkommen“. Wenn Susanne Schmidt auf eine Straße schaut, kann sie immer noch die Perspektive einer Busfahrerin einnehmen, obwohl sie das schon fünf Jahre nicht mehr ist.

Sie hatte diesen Beruf nur kurz ausgeübt und wäre gern dabeigeblieben. Ihr Buch „Machen sie mal zügig die Mitteltüren frei“ fällt zwar recht kritisch gegenüber den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) aus, aber freundlich gegenüber den großen gelben Fahrzeugen. „Mit einem Bus sind Sie immer mittendrin im Geschehen, vom Bus aus sehen Sie die ganze Stadt, erleben, wie sie sich verändert. Ich setze mich auch woanders immer als Erstes in einen Linienbus, um die Stadt kennenzulernen. Das sagt mir viel mehr, als in ein Café zu gehen oder auf einen belebten Platz.“ Susanne Schmidt lobt die Berliner Fahrgäste für ihre Freundlichkeit – eine selten hervorgehobene Eigenschaft. Auch deshalb ist es ein Gewinn, ihr Buch zu lesen.

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