Berlin - Dieser Donnerstag markiert für den Flughafen Tegel ein ganz besonderes Datum. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe für das rund 500 Hektar große Areal an die landeseigene Tegel Projekt GmbH beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des stillgelegten Airports. Wo über Jahrzehnte Millionen Fluggäste starteten und landeten, soll in den nächsten Jahren ein neues Stadtquartier entstehen, zu dem ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien, rund 5000 Wohnungen für mehr als 10.000 Menschen und ein etwa 200 Hektar großer Landschaftsraum gehören.

Berlin gewinnt mit der Nachnutzung des ehemaligen Flughafens ein Stück Stadt zurück. Und das ist gut so. Denn über Jahrzehnte haben Bewohner, die in der Einflugschneise des Airports lebten, unter dem Fluglärm gelitten. Solange die Stadt noch geteilt und der Westteil Berlins ungehindert nur auf dem Luftweg zu erreichen war, dienten die Flughäfen in Tegel und in Tempelhof als lebenswichtige Verkehrsverbindungen. Nach der Wiedervereinigung waren die Schließung der innerstädtischen Flughäfen und die Verlagerung des Luftverkehrs aus Berlin heraus aber eine logische Konsequenz, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen. Dass der Luftverkehr am Ende nicht weit genug von Berlin weg verlagert wurde, sondern nur nach Schönefeld, von wo weiterhin Flugrouten über die Stadt führen, gehört leider zu den Versäumnissen der 1990er-Jahre.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.