Der Rekord liegt bei 7.999 Euro. So hoch war das Mindestgebot für eine Stele der Lichtgrenze, die ein Anbieter auf die Online-Auktionsplattform Ebay gestellt hatte. Die Anzeige war bis Montagvormittag aktiv, wurde dann aber zurückgezogen. Ob es zu dem Deal kam, bleibt unbekannt. Sicher ist aber, dass in der Nacht zum Montag zahlreiche Lichtstelen einfach mitgenommen und danach damit Geschäfte gemacht wurden.

Zum Beispiel von Mark aus Steglitz – mehr will er von sich nicht preisgeben. Er bot am Montag auf Ebay unter der Überschrift „25 Jahre Berliner Mauerfall Lampe limitierte Anzahl Berliner Mauer“ Lampen von der Lichtgrenze zur Versteigerung an. Ein Mindestgebot nannte er nicht. Jedenfalls hatte er nach eigenen Angaben binnen kurzer Zeit mehr als 50 Anfragen. Leute hätten ihm dreistellige Summen geboten.

Doch wie ist Mark aus Steglitz an die Stelen gekommen? Er sei nachts unterwegs gewesen und habe gehört, dass „man die Dinger einfach mitnehmen darf“, sagt er. Dann habe die Stadtreinigung weniger zu tun. Also habe er welche – wie viele, sagt er nicht – in sein Auto gepackt („Ich hatte das Schiebedach offen“) und mit nach Hause genommen.

Ob er ein schlechtes Gewissen habe, schließlich schlägt er Kapital aus einer Aktion, die die ganze Stadt angerührt hat? „Nö! Ganz ehrlich: Geld liegt nicht jeden Tag auf der Straße.“