Diese Baustellen in Berlin vermiesen Radlern den Frühling

Berlin - Das Frühjahr kommt und mit ihm neue Baustellen auf den Berliner Straßen. An zahlreichen Verkehrsadern wird saniert - und immer sind auch Fahrradfahrer betroffen. Pünktlich zum Beginn der Saison gibt es mindestens drei größere Baustellen in der Berliner Innenstadt, die Radlern das Leben schwerer machen werden.

Vor allem die Wege zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und City Ost sowie Mitte und City West sind betroffen. Hier gibt es leider auch kaum Möglichkeiten, auf Alternativrouten auszuweichen. Die drei Haupt-Problemzonen im Überblick: 

Mitte: Holzmarktstraße zwischen Alexanderstraße und Schillingbrücke
Die gesamte Straße inklusive Seitenstreifen, Mittelstreifen, Radwegen, Baumbestand und Beleuchtung wird erneuert und umgestaltet. Zwei Jahre sollen die Bauarbeiten insgesamt dauern. Was bedeutet das für Radfahrer? Die Straße wird auf die Hälfte verengt, wo dann der gesamte Autoverkehr beider Richtungen sowie die Radfahrer Platz finden müssen.
Schade, dass der Fahrradweg, der aktuell noch über weite Teile auf dem für Autofahrer frei einsehbaren Bordstein verläuft, nach der Umgestaltung durch sogenannte Schutzstreifen auf der Fahrbahn ersetzt wird. An den Straßenrändern entstehen dann bis Sommer 2018 viele neue Parkplätze.

Charlottenburg: Bismarckstraße zwischen Ernst-Reuter-Platz und Deutsche Oper
Sie ist für Radler und Autofahrer eine der wichtigsten Ost-West-Achsen in der City-West: Die breite Bismarckstraße mit acht Autospuren, den Parkplätzen auf dem Mittelstreifen und den komfortablen Bordstein-Radwegen auf beiden Seiten. Weil die Sanierungsarbeiten am U-Bahntunnel unter der Straße von der Hardenbergstraße kommend nun weiter gehen, ist ab März der Abschnitt zwischen Weimarer Straße und Leibnizstraße dran, auch zwischen Schiller-Theater und Ernst-Reuter-Platz wird  die Straße verengt. Für Autofahrer sollen jeweils drei Fahrspuren erhalten bleiben, die Radfahrer werden über die Fußwege geleitet. Und das wird bis Ende 2017 so gehen, erst dann sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

 Mitte: Unter den Linden zwischen Schlossbrücke und Friedrichstraße
Die Bauarbeiten auf der Hauptverkehrsader durch das Zentrum Berlins werden auch 2016 weiter gehen. Wer also aus dem Osten kommend zu den Unis TU oder UDK will oder wer im Westen wohnt und am Alex arbeitet,  wird einen weiteren Sommer lang durch gefährliches Gebiet radeln müssen. Durch die U55-Baustelle in der Mitte der Straße, die Bauarbeiten zum Humboldtforum sowie die Sanierung zahlreicher Gebäude ist vor allem der Abschnitt zwischen Schlossbrücke und Friedrichstraße Richtung Westen eine einzige Tortur für Radler. Autos, Busse, Taxis, Mopeds, Rikschas, Bierbikes, Sightseeingbusse, geführte Radgruppen, unerfahrene Touristen und knipsende Fußgänger bevölkern die verengte Fahrbahn. Auch wenn man auf dem Rad keine 10 Minuten von der Schlossbrücke bis zum Brandenburger Tor braucht:  Achtung, Achtung, Achtung!