Potsdam - Nur eines sei klar, hat Dietmar Woidke zuletzt immer wieder betont: Von diesem Mittwoch an sei er nicht mehr Innenminister Brandenburgs, weil mit dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) das gesamte Kabinett entlassen werde. Die erste Etappe in der Nachfolge aber hat Woidke gestern Abend hinter sich gebracht. Ein Sonderparteitag der Sozialdemokraten in Potsdam wählte ihn mit knapp 96 Prozent der Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden. Auch dieses Amt hatte Platzeck nach seinem Schlaganfall im Juni aufgegeben.

Woidke versprach in seiner Antrittsrede, er werde sich für ein geeintes, tolerantes und offenes Brandenburg einsetzen. Dazu gehöre, dass Nazis „bei uns kein Bein auf den Boden bekommen“. Schon in seinem bisherigen Amt als Innenminister war der 51-Jährige konsequent gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Er wolle, dass das Land „noch besser wird“. Die SPD beschrieb Woidke als „die Brandenburgpartei“: Sie müsse für die breite Mitte der Gesellschaft da sein. Ihr fehle es aber noch an einer größeren Mitgliedschaft.

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