Party auf dem Wasser – eine Lieblingsbeschäftigung der Berliner und ihrer Gäste.
Foto: imago images/TravelStock-Image

Berlin - Irgendwann habe ich einmal erzählt, dass mein Opa – Jahrgang 1904 – einst ein altes Polizeiboot zu einem kleinen Familienkreuzer umbaute, mit dem wir in meiner Kindheit über Spree und Dahme schipperten. Freizeitkapitän zu sein, das war eine ernsthafte Angelegenheit. Jederzeit konnte die Wasserschutzpolizei angedüst kommen, die Papiere verlangen und einen in die Tüte blasen lassen – Alkoholkontrolle! Heute scheint es so etwas kaum noch zu geben angesichts der vielen Besoffenen und Grillwütigen, die so herumkurven: auf Party-Flößen und schlingernden Kähnen neben fetten Angeber-Yachten.

Doch auch wir machten damals mit unserem Boot „echt Party“, wie man heute sagen würde. Mit unserem Außenbordmotor Forelle 6 hörte man uns schon von weitem. Mein Opa und mein Vater kauften eine Farbe, die „Anti-Dröhn“ hieß. Es hieß, dass der Krach nachlasse, wenn man die Motorhaube von innen damit bestreiche. Viel half es nicht.

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