Berlin - Es ist schon bizarr. Gar jämmerlich und befremdlich. Nein: fremdenfeindlich. Nach zwei langen Jahren, die wir durch die Pandemie waten, sind Begriffe wie solidarisches Handeln und Zusammenhalt, die vor allem von politisch Verantwortlichen benutzt werden, doch nur leere Worthüllen, wie sich wieder einmal zeigt. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagte in einer Pressekonferenz vor nicht allzu langer Zeit, dass die Frage der Inanspruchnahme des Impfens auch eine integrationspolitische Frage sei. Man habe gute Erfahrung mit Imamen gemacht, sagte die SPD-Politikerin, und weiter: „Ich weiß genau, über welche Familien wir hier sprechen.“ Jede und jeder weiß, was mit diesem gewollt-mysteriösen Satz gemeint ist. Er hat ausgereicht, um zu verstehen, von wem genau die angebliche Neuköllner-Kennerin sprach. Den Berliner Migrantinnen und Migranten. Unter ihnen herrsche die größte Impfskepsis.

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