Doch keine neuen Wohnungen auf der Cuvrybrache?

Eigentlich sollten auf den 11.000 Quadratmetern Brache an der Cuvrystraße in Berlin-Kreuzberg rund 250 neue Wohnungen, Büros und eine Kita entstehen. Nun könnte das gesamte Projekt "Cuvryhöfe" des Berliner Immobilienentwicklers Artur Süsskind platzen. Der Investor soll sein Vorhaben gekündigt haben. Das berichtet der Tagesspiegel am Sonntag. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sowie Süsskinds Unternehmen Terra Contor wollten sich nicht dazu äußern, so das Blatt.

Immer wieder Proteste

Etwa hundert Menschen haben jahrelang unter katastrophalen hygienischen Bedingungen illegal auf der Cuvrybrache zwischen der Schlesischen Straße und der Spree gehaust. Das Gelände gilt in Berlin als Symbol gegen die Gentrifizierung. Bewohner und Anwohner protestierten immer wieder gegen die Vorhaben des Besitzers Artur Süsskind, der dort einen Wohnkomplex mit Kita und Supermarkt geplant hatte.

Süsskind ist seit 2012 Besitzer der Brache. Im September 2014 wurde diese mit Bulldozern geräumt. Wenige Monate später ließ der Künstler Blu sein berühmtes Mural (Wandbild) an der Brache schwarz übermalen. Damit drückte auch er seinen Unmut über die Gentrifizierung im Bezirk aus. Im Sommer 2015 erschien dann ein neues Graffo an dieser Stelle. Ein ausgestrecker Mittelfinger und ein deutliches "Fuck you". (BLZ)