Lichtenberg - Nach dem Lagerhallenbrand auf dem Gelände des Asia-Einkaufszentrums in Berlin haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen. Dabei komme fahrlässige Brandstiftung genauso in Frage wie ein technischer Defekt, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Noch könnten die Brandermittler nichts ausschließen. Das Gebäude auf dem weitläufigen Areal des Dong Xuan Centers brannte nieder. Übrig sei ein „großer Trümmerhaufen“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Feuerwehr schloss ihren Einsatz in der Lichtenberger Herzbergstraße nach restlichen Lösch- und Aufräumarbeiten am Vormittag vorerst ab. Sie kündigte noch weitere Kontrollen vor Ort an. Insgesamt seien 250 Kräfte der Berufsfeuerwehr und 70 Freiwillige im Einsatz gewesen, bilanzierte der Sprecher. „Es war eine zehrende, anspruchsvolle Einsatzstelle.“

Brand in Lichtenberg wütete auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche

Zu Spitzenzeiten kämpften demnach 140 Leute gleichzeitig gegen die Flammen. Der Brand wütete auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche. Zusätzlich hielten den Angaben zufolge 130 Ehrenamtliche auf den Feuerwachen die Stellung. Auch in der Nacht zum Freitag waren noch Einsatzkräfte vor Ort, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Offenbar sei das Feuer am Donnerstag in einem Container mit leicht entflammbarem Inhalt ausgebrochen und habe dann auf die Lagerhalle übergegriffen, so die Polizeisprecherin. Zur Höhe des Sachschadens konnten zunächst weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen. Es blieb außerdem weiter unklar, was in der Halle gelagert worden war. Verletzt wurde niemand.

Schon im Mai 2016 hatte es auf dem Gelände des Dong Xuan Centers ein großes Feuer gegeben. Damals brannte ebenfalls eine Lagerhalle nieder. Der Schaden wurde auf drei Millionen Euro geschätzt. Ein Bauarbeiter, der sich wegen Schweißarbeiten dem Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung ausgesetzt sah, wurde später vor dem Amtsgericht Tiergarten freigesprochen. Das Dong Xuan Center ist mit seinen Restaurants, Friseuren und Nagelstudios auch bei Berlin-Touristen beliebt. Vor allem Händler vietnamesischer Herkunft verkaufen dort ihre Waren.

Das Feuer brach ersten Erkenntnissen zufolge am Donnerstagmittag in einem Container aus und griff dann auf die Lagerhalle über. 5000 Quadratmeter waren den Angaben zufolge betroffen. Die Feuerwehr war mit bis zu 200 Kräften im Einsatz. Die Versorgung mit Löschwasser war nach Angaben der Feuerwehr aufgrund der Lage der Hydranten problematisch. Die Einsatzkräfte mussten über relativ weite Strecken Schläuche verlegen. (dpa)