Kittlitz/Müncheberg/Neuhardenberg - Der Mitarbeiter der Behindertenwohnstätte in Kittlitz will die Tür gleich wieder zuschlagen. „Wir dürfen nichts sagen“, erklärt er mit Blick auf die benachbarte Förderschule. Seit bekannt wurde, dass in den dreistöckigen Gebäuderiegel in diesem Jahr 130 Flüchtlinge einziehen sollen, sind die Dorfbewohner in Aufruhr. Damit wird sich die Einwohnerzahl des Ortsteils von Lübbenau im Spreewald mehr als verdoppeln. Erst kürzlich erfuhren die rund 100 Alteingesessenen auf einer Versammlung von den Plänen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Der Bürgermeister von Lübbenau, Helmut Wenzel, erhielt ein anonymes Schreiben, in dem er bedroht wird. Ein Dorfbewohner hat unterdessen damit begonnen, einen hohen Zaun um sein Haus zu bauen.

An diesem trüben Spätnachmittag ist in Kittlitz kein Mensch auf der Straße zu sehen. Geschäfte gibt es nicht. Bei manchen der etwa 40 Einfamilienhäuser sind an den Fenstern die Jalousien heruntergelassen. Es scheint, als hätten sich die Anwohner schon jetzt verbarrikadiert.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.