Eine besorgte Mutter aus Großbritannien fordert, dass der Kinderbuch-Klassiker „Dornröschen“ aus dem Stundenplan ihres sechsjährigen Sohnes gestrichen wird. Die zweifache Mutter Sarah Hall stört sich an dem Kuss, den der Prinz der schlafenden Dornröschen gibt. Ihrer Meinung nach sei dies sexuelle Belästigung, außerdem sende es eine falsche Botschaft an Kinder.

„Ich denke, in Dornröschen geht es auch um sexuelles Verhalten und Zustimmung. Diese Märchen sind bezeichnend dafür, wie tief verwurzelt dieses Verhalten in unserer Gesellschaft ist“, sagte Hall der britischen „Sun“. Der Kuss zwischen Dornröschen und dem Prinzen sei nicht „einvernehmlich“ erfolgt, klagt Hall an.

Ihr jüngster Sohn soll mit so einem Märchen jedenfalls nicht in Berührung kommen, findet Hall. Für sie ist das Buch auch keinesfalls Kinderliteratur, sondern ein Lehrstück über sexuelle Belästigung. Ganz aus dem Stundenplan solle Dornröschen laut Hall aber nicht verschwinden. Für ältere Jahrgänge würde sich Dornröschen gut als Diskussionsstoff im Bezug auf sexuelle Belästigung eignen. (red)